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Tierheimfest am 27.08.2016 im

Tierheim Derenburg - Tierschutzverein Derenburg / Blankenburg und Umgebung e.V.
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Herzliche Grüße von Bengalkatze "Leonie"

Erfolgsgeschichten - Erfolgsgeschichten

Liebes Derenburger Tierheimteam,

wie versprochen melde ich mich aus Freiberg um zu berichten, wie es Leonie inzwischen geht.

Die Miez ist ein Geschenk, für das ich mich im Namen meiner Familie nochmals herzlich bedanken möchte. Leonie... ja ich muß und will Ihnen

schreiben, dass die Leonie, die wir jetzt haben, eine andere Leonie geworden ist, eine fast ganz andere. Am Anfang habe ich beobachtet, dass

sie häufig gereizt war. Sie hat uns nie gekratzt oder gar gebissen, aber mitunter fauchte sie sogar Stuhlbeine und Sofakissen an. Ich habe mich

daraufhin mit einem seriösen Züchter von Bengalen unterhalten und der meinte, dass bei Leonie sehr viel falsch gelaufen ist.  So ist einer der

größten Fehler gewesen, Leonie allein und nur in der Wohnung zu halten. Man könnte aber vieles wieder auf die richtige Bahn bringen.

Tja, und dann ging es mit Leonie immer mehr bergauf. Jeden Tag hat sie etwas Neues gelernt. Sie fing an zu springen, auch auf höhere

Möbel. Am Anfang fiel sie immer wieder zurück und ich dachte schon, sie sei krank. Nun geht es jeden Morgen zu allererst in die Wanne und

da wird erst mal richtig getrunken und gepanscht. Sie bringt ihre Wünsche mit verschiedenen Lauten zum Ausdruck. Und es dauert auch gar

nicht lange, da fing sie an zu schmusen und zu schnurren. Punkt 11 Uhr vormittags gehts ab ins Körbchen zum Schönheitsschlaf. Und wenn

Siggi sie abends halb 10 ins Bett holen will, wird erst mal eine RUnde Quieken und Verstecken gespielt. Leonie ist nachts ganz ruhig und lieb,

nur wenn Siggi beim Friseur war, und Gel in den Haaren hat, dann wird sie verrückt. Sie ist dann die ganze Nacht damit beschäftigt, ihm das

Zeug aus den Haaren zu putzen ;-)) Unsere Leonie ist absolut stubenrein, ohne irgendwelche Zwischenfälle., sie frisst sehr gut und hat 500g

zugenommen. Sie erträgt es nicht allein zu sein. Das macht sie unglücklich. Sie gehorcht wie ein kleiner Hund, man kann sie inzwischen

knuddeln und wie ein Baby rumschleppen, Leonie ist glücklich. Sie quiekt und grunzt dabei vor lauter freude. Aber... da gab es noch zwei

Probleme. Leonie hat zwar eine Wohnung für sich, aber man kann unsere beiden Wohnungen auch miteinander verbinden und dann ist es

doch passiert.  LEOPOLD! In der zweiten Wohnung ist er der Herr. Eine 8,5kg schwere kastrierte Energiebombe, die wir vor 2 Jahren aus

dem Freiberger Tierheim geholt haben. Und der Tag der Begegnung kam. Nachdem Leonie sich ausgefaucht hat und Leopold sich auf den

Rücken schmiss und meinte - ich will ja nur spielen - habe ich beide Katzen mit Katzenminze eingerieben. Leopold hat mich danach fast

aufgefressen und Leonie wurde innerhalb weniger Tage zu Leopold sanft wie ein Reh. Wenn er morgens von seinen Nachtausflügen

heimkommt, gurrt und raunzt sie schon voller Erwartung am Fenster und dann wird sich gegenseitig von hinten und von vorn beschnuppert

und zum Schluß wird sich auch mal mit der Zunge übers Gesicht gefahren. Leopold darf dann auch mal auf ihr Katzenklo, dann sitzen beide

zusammen friedlich in der Toilette und erledigen ihr Geschäft und zwar synchron! Wesentlich größer war der Weg zum Freigang. Bitte

schimpfen Sie jetzt nicht. Leonie hat im Haus 240 qm zum Bewegen. Aber trotzdem saß sie jammernd vor der Terrassentür. Wir alle waren

draussen in der Sonne ( unser Grundstück ist 800qm groß und wir haben supernette Nachbarn auch mit Einzelgrundstücken ) und die

Kleine war ausgesperrt. Es hätte auch Ihnen das Herz gebrochen. Also haben wir es mit einem Katzengeschirr versucht. Mittlere Katastrophe.

Und dann sind wir einfach ohne alles mit ihr spazieren gegangen. Welche Freude. Sie weicht uns nicht vom Fuß. Wie ein Hündchen läuft sie

neben uns her. Gehe ich zur Mülltonne, kommt sie mit, geht es wieder ins Haus, dann stiefelt sie wieder mit hinein. Inzwischen können wir

sie allein raus lassen, sie geht nie weiter als maximal ein Mal ums Haus herum, dann ist sie schon wieder in der Wohnung. Bin ich mit im Garten

und habe dort zu tun, rennt sie wie vom Teufel verfolgt über die Wiese, macht Purzelbäume in der Luft, dreht sich noch dabei und legt sich

dann glücklich zwischen die Gänseblümchen und macht das, was sie am liebsten tut... Gras fressen. Ihr Geschäft jedoch würde sie niemals im

Freien erledigen. Leonie ist inzwischen ausgeglichen. Sie hört aufs Wort, ist äußerst vorsichtig, was ein gutes Zeichen ist, mitunter ist sie aber

auch sehr ängstlich, dann sucht sie Schutz bei mir. Das einzige, was sie nur ansatzweise und sehr selten zeigt, ist das katzentypische Spielen.

Sie ist eben eine "Lady".

Viele Grüße aus Freiberg

Angelika Pankwitz mit Siegfried, Holger, Alexander und Dieter